Ahoi Matrosen! Auf zum Ijsselmeer – Klassenfahrt der (ehemaligen) 8c :-)

Tag 1: Montag, 13.04.2015

Viel zu  früh am Montagmorgen um 6.00 Uhr traf sich unsere Klasse, noch im Halbschlaf, am Lehrerparkplatz. Die einzigen, die schon so richtig wach und munter waren, waren Frau Hille und Herr Freistühler.

Nachdem dann der coolste Busfahrer an der Schranke eintraf, steigerte sich die Freude auf eine ereignisreiche Woche… Zum Schluss noch von den Eltern verabschiedet und dann erwartete uns eine dreistündige Fahrt… Endlich angekommen in Enkhuizen!!! Wir wurden schon von Cil und Daphne (der Crew auf diesem Schiff) erwartet. Nach einer Einweisung, die gefühlte fünf Stunden dauerte, durften wir dann Zimmer und Betten beziehen. In den Schiffskabinen hätte der eine oder andere schon Platzangst bekommen können, doch dies passierte Gott sei Dank nicht. Dann fuhren wir los in den nächsten Hafen und bei der Abreise ging auch schon der erste Fender schwimmen (welchen wir nachher aber wiederbekommen haben).  Das Kochteam für diesen Abend machte sich bereit und richtete das Essen her. Die Hot-Dog-Brötchen ließen jedoch zu wünschen übrig. Kaum wollte man reinbeißen, blieb alles am Mund hängen. Kommentar von Fr. Hille: „Mann, was sind die Brötchen trocken“, und so flog auch schon die erste Hot-Dog-Brötchenhälfte vom Wind getrieben davon.  Um halb elf hieß es dann für uns „ab ins Bett“ – woran sich aber keiner hielt… hier aus dem Zimmer kam noch Geschrei und aus dem anderen hörte man die Mädchen kichern, und Fr. Hille und Hr. Freistühler wurden von einem Zimmer ins andere gejagt.

Tag 2 : Dienstag, 14.04.2015

(Hafen : Makkum)

Nachdem wir uns mit leicht verbrannten Brötchen zufrieden geben mussten (ein gasbetriebener Backofen ist halt doch eine Seltenheit), hieß es schon: „Kurbelen, kurbelen, Jungens! Segel hoch!“ (SO UNSER MOTTO) Am Hafen angekommen, mussten wir erstmal alle zusammen die Segel wieder einfahren und ordnungsgemäß verpacken. Danach durften wir machen was wir wollten – also sind die meisten erstmal zu ‘Albert Heijn‘ gegangen, um die Getränke- und Süßigkeitenabteilung unsicher zu machen. Die restliche Zeit, bis um 22.00 Uhr, durften wir noch im Hafen chillen, bis es dann wieder um 22.30 Uhr hieß: „Ab ins Bett!“ Was diesmal nach einem aufregenden Tag schon deutlich besser klappte.

Tag 3 : Mittwoch, 15.04.2015

(Hafen : Terschelling)

An diesem Morgen hieß es für uns alle: früh aufstehen! Denn wir hatten einen langen Tag vor uns. Sechs Stunden segelten wir durch. Zuerst ging es durch die Schleuse vom Ijsselmeer in die Nordsee. Gegen zwölf/halb eins machte sich dann das Kochteam, welches an diesem Tag dran war, auf den Weg nach unten in die Kombüse. Das Team hatte es nicht leicht, denn die Töpfe rutschten hin und her, da wir an diesem Tag beim Durchkreuzen der Nordsee sehr oft wendeten. Aber trotzdem haben sie es mit ein bisschen Hilfe gut gemeistert. Nachdem wir dann wieder Kraft hatten, segelten wir umso motivierter weiter. Als wir am nächsten Hafen ankamen,  sollten wir nur noch schnell die Segel einpacken. Danach hatten wir Zeit für uns. Das war das Stichwort: Jeder schnappte sich jemanden oder auch mehrere und erkundete die weitläufige Umgebung des Hafens der Insel Terschelling: Sanddünen, Strand, Stadt und vieles mehr.  Hier und da wurden auch für die Lieben zuhause Momente im Bild festgehalten.

Tag 4 : Donnerstag, 16.04.2015

(Hafen : morgens :  Harlingen, nachmittags : Stavoren)

Um 9.00 Uhr weckten die Lehrer die Personen die noch nicht wach waren, damit wir alle zusammen frühstücken konnten. Nach dem Frühstück hieß es dann wie die Tage zuvor auch: Tische abräumen (dies machte das Frühstücksteam von Donnerstag) und die anderen sollten sich schon mal warm anziehen, denn wir segelten sofort los. Das Kochteam bereitete gegen 12.00 Uhr dann das Essen vor. Und wie das Schicksal es so wollte, fiel eine ganze Schüssel Nudeln herunter… Zum Glück war es nicht die einzige!

Am nächsten Hafen angekommen, musste das Segelschiff erst einmal betankt werden. Das hieß für uns, die Stadt erkunden und dann noch schnell Souvenirs kaufen für die Lieben zuhause. Da es unser letzter Abend zusammen war, trafen wir uns um 19.00 Uhr mit der Schiffscrew im Ort, um etwas typisch Holländisches zu essen: Pommes. Nach dem Essen holten sich ein paar der Jungs einen Fußball vom Schiff und gingen Fußball spielen, ein paar der Mädchen machten ein bisschen Party in der Stadt und der Rest spielte mit den Lehrern unten im Schiff Uno… Nach und nach versammelten wir uns dann wieder an Bord, quatschten noch ein bisschen und ließen die Reise noch einmal in Gedanken ablaufen. Kurz bevor wir auf unsere Zimmer gehen sollten, gingen wir die Planung für die Abreise am nächsten Tag noch durch, so dass es auch zu keinen Komplikationen kommen konnte. Und dann hieß es endgültig: Gute Nacht!

Tag 5 : Freitag, 17.04.2015

(Hafen : Enkhuizen)

Leider zum letzten Mal hieß es für uns: „Kurbelen, kurbelen,  Jungens!“  Am Anfangs- und Endhafen  „Enkhuizen“ angekommen, wurden die (Bade-)Zimmer sauber gemacht, Betten abgezogen, die Küche und der Aufenthaltsraum von uns allen geschrubbt, anschließend wurde das Gepäck zum Reisebus gebracht. Dann war es leider schon so weit und wir mussten uns von Cil, Daphne und auch unserer Freundin Emma, dem Schiffshund, verabschieden… Wir gaben ihnen ein kleines Geschenk als Dankeschön, machten ein paar schöne letzte Gruppenfotos mit der Crew und zogen dann langsam in Richtung Reisebus. Dann warteten wieder drei Stunden Fahrt auf uns, sodass wir um 18.00 Uhr wieder den deutschen Woku-Boden unter unseren Füßen hatten. Die Rückfahrt war mit Sicherheit sehr entspannt für die Lehrer und den Busfahrer, denn wir waren alle sehr erschöpft und somit auch relativ leise. Auf der Hälfte der Strecke machten wir einen Stopp an einer Raststätte, wo sich alle dann etwas Essbares holen konnten. Als wir an der Schule ankamen, sahen wir schon alle Eltern mit einem Lächeln im Gesicht auf uns warten. Zuhause ist es eben auch schön!

In diesem Sinne wollen wir uns noch einmal recht herzlich bei Frau Hille und Herrn Freistühler bedanken, die uns diese Woche zu einer unvergesslichen Klassenfahrt gemacht haben. Wir würden immer wieder sehr gerne mit ihnen auf Klassenfahrt gehen.   (Jorina Thull & Annalena Barnscheidt, 9c)