Exkursionen und Praxiseinheiten zur GENETIK im Bio-Leistungskurs 2018/19

#1.0BaylabWuppertal – Gele, Gene und BamH1/HindIII

31.10.2018 – BayLab-Schülerlabor (Bayer) in Wuppertal.

Die erste, schon tradierte, Exkursion im Kontext der Biologieleistungskurse unserer Schule führte uns auch 2018/19 nach Wuppertal in die Schulungslaboratorien des BayLabs. Hier konnten die 23 „Biokraten“, wie Generationen an LKlern vor ihnen, in Kleingruppen effizient das Pipettieren und Herstellen von Präparaten und Lösungen sowie die generelle Arbeitsweise in einem Mikrobio-Labor kennenlernen und üben. Hauptsächlich ging es um die Durchführung einer Gelelektrophorese unter Verwendung diverser Restriktionsenzyme sowie die DNA-Isolierung und anschließende Photometrie. Auch in diesem Jahrgang waren zahlreiche „Aha-Momente“, Lernprogressionen und eine Menge Spaß bei der praktischen Laborarbeit festzustellen. Vielen Dank an Frau Dr. Norpoth-Hambüchen und Ihr Team sowie das BayLab in Wuppertal!

https://www.baylab.bayer.de/

#2.0RUB:Humangenetik – Genet(h)ische Aspekte des Angelina-Effekts und Chorea Huntington

21.02.2019 – Ruhr-Uni Bochum, Institut für Humangenetik.

Auf Anfrage und Eigeninitiative konnte in diesem Jahr ein Expertenvortrag zur Genethik durch Herrn Prof. med. Nguyen (Lehrstuhlleiter des Instituts für Humangenetik der RUB) ausgemacht werden. Hierbei wurden diverse Aspekte im Kontext der humangenetischen Beratung unter v.a. genethischen Fragestellungen behandelt, die einerseits die Vorgaben für das Zentral-Abitur, als andererseits den klinischen Alltag der Abteilung vor Ort betreffen. Nach einem interessanten und informativen Vortrag eröffnete Professor Nguyen den 24 Biokratinnen und Biokraten (inkl. des Kurslehrers) die Möglichkeit alle Thematiken zu hinterfragen sowie ihre eigenen Positionen zu reflektieren und im Diskurs gegenseitig abzuwägen: Wie verläuft eine genetische Beratung überhaupt? Was hilft Ratsuchenden und Patientinnen/Patienten in einer gewissen Situation weiter? Mit welchen Erkrankungen und klinischen Bildern ist man häufiger konfrontiert? Wie würde man selber handeln oder entscheiden als Betroffene(-r)? Welche Haltungen bestehen zum Umgang mit Patienteninformationen, Gentests und Schwangerschaftsabbrüchen oder der PID?

Aufgrund der Forschungsschwerpunkte der Bochumer Abteilung kamen vor allem diverse Krebserkrankungen (v.a. erblicher Brustkrebs) sowie Chorea Huntington als Praxisbeispiele vor. Beides verknüpfte sich 1:1 mit dem Lehrplan sowie den Abitur-Erwartungen. Daher danken wir Herrn Prof. Nguyen ganz herzlich für die uneigennützige Bereitschaft, seine Zeit sowie die qualitativ höchstwertige Weiterbildung! 

https://www.ruhr-uni-bochum.de/mhg/index.php

#3.0UniStemDay2019 – Alles über Stammzellen und noch viel mehr 

15.03.2019 – Universitätsklinikum Essen, Institut für Transfusionsmedizin und weitere Institute

Jedes Jahr steht am 15.03. der UniStemDay als weltweiter Tag der offenen Tür an: Führende Institute, die mit Stammzellen arbeiten und diese biologisch-medizinisch erforschen öffnen ihre Pforten und ermöglichen SchülerINNEN Einblicke und erste Praxiserfahrungen mit diesen „Alleskönnern“. In diesem Jahrgang war der Kurslehrer schnell genug und konnte 23 der insgesamt 100 Plätze in Essen für seine Biokraten ergattern.

Der lang erwartete Tag verlief zwei geteilt: Den Anfang machte eine stationsweise Stippvisite in alle zugehörigen Labore und Arbeitsgruppen des Instituts im Robert-Koch-Haus der Uniklinik Essen. Durch Blutgruppenbestimmung, Chromosomenmikroskopie, DNA-Isolierung über hochauflösender Fluoreszens-Zell-Fotografie und der Gelelektrophorese bis hin zur Bestimmung von Stammzelltypen war der wissenschaftlich-klinische Alltag facettenreich abgebildet. Es bestand bei jeder Station die Möglichkeit mitzumachen, einzuhaken und vor allem die Expertinnen und Experten vor Ort an ihren Arbeitsplätzen als medizinische Biologen, Ärztinnen und Ärzte und Humangenetiker zu befragen.

Fragen und Antworten wurden auch im zweiten Teil des UniStemDays gestellt bzw. gegeben: So versammelten sich alle TeilnehmerINNEN im Audimax des Uni-Klinikums und debattierten angeleitet und moderiert über diverse Stammzell-Aspekte. Es entwickelte sich eine rege und tatsächlich aufeinander bezogene Diskussion aus einem breiten Spektrum an Wortbeiträgen, die wiederum zur Meinungsbildung und Reflexion beigetragen haben mögen.

Vielen Dank an die Organisatoren und die vielen offenen MitarbeiterINNEN des Instituts für Transfusionsmedizin sowie den anhängenden Abteilungen!

https://www.stammzellen.nrw.de/informieren/schulen/unistem-day-2019

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