Japan-Austausch 2026 – Begegnungen, die verbinden

Flagge Japan

Im Januar 2026 durften wir an unserer Schule, dem Gymnasium an der Wolfskuhle, erneut eine besondere internationale Begegnung erleben…

Japan-Austausch 2026

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Streitschlichterinnen 26/27

Schüler*innen aus der Oberstufe helfen euch bei der Schlichtung/ Beilegung von Konflikten, indem sie mit euch ein Schlichtungsgespräch führen.

Tanzabend

am 4. Oktober um 16 Uhr

Schülerinnen und Schüler aus unserer Partnerstadt Koriyama besuchten uns für einige Tage und nahmen gemeinsam mit unseren Japanischlernenden der Jahrgänge 9 bis EF am diesjährigen Austauschprogramm teil. Die Begegnung war geprägt von Herzlichkeit, Neugier und vielen unvergesslichen Momenten – für unsere Gäste ebenso wie für unsere Schülerinnen und Schüler.

Der Ankunftstag begann mit einem gemeinsamen Abendessen in der Schule, bei dem auch die Gastfamilien anwesend waren. In entspannter Atmosphäre wurde gespielt, gelacht und bei Quizfragen über Deutschland und Japan das Eis schnell gebrochen. Besonders beeindruckend war die Schulführung, die unsere Schülerinnen und Schüler auf Japanisch durchführten – ein toller Beweis für ihre Sprachkenntnisse und ihr Engagement. Am Abend gingen die Gäste mit ihren Gastfamilien nach Hause, wo sie erstmals in das deutsche Alltagsleben eintauchen konnten.

Eine Teilnehmerin beschreibt die anfängliche Nervosität sehr treffend: Die Vorstellung, für einige Tage das eigene Zuhause mit einer fremden Person zu teilen, sei aufregend gewesen – gleichzeitig aber eine großartige Chance, die eigenen Japanischkenntnisse anzuwenden. Schon nach kurzer Zeit habe sich eine lockere, fröhliche Stimmung entwickelt, die den gesamten Austausch prägte.

Am ersten Tag begleiteten die japanischen Gäste ihre AustauschpartnerInnen in den Unterricht und konnten so den deutschen Schulalltag unmittelbar kennenlernen. Anschließend stand ein gemeinsamer Ausflug zur Zeche Zollverein auf dem Programm. In Kleingruppen erkundeten die Schülerinnen und Schüler das Gelände bei einer Rallye und lernten dabei ein bedeutendes Stück regionaler Geschichte kennen.

Der Nachmittag gehörte anschließend wieder den Gastfamilien, die individuelle Aktivitäten planten. So entstanden auch außerhalb des offiziellen Programms viele schöne Erinnerungen: gemeinsame Ausflüge, das Probieren deutscher Spezialitäten oder kleine Shoppingtouren. Besonders die „kleinen Momente“ – Gespräche, gemeinsames Lachen oder das gegenseitige Zeigen von Lieblingsorten – blieben vielen lange im Herzen.

Der zweite Tag begann erneut in der Schule mit Unterrichtsbesuchen. Besonders spannend war die Teilnahme am bilingualen Erdkundeunterricht zum Thema erneuerbare Energien. Ein weiterer Höhepunkt waren die Präsentationen der japanischen Schülerinnen und Schüler über ihre Kultur sowie über die aktuelle Situation in Fukushima, die für alle Beteiligten sehr eindrucksvoll und lehrreich waren. Vor dem Nachmittagsausflug erlebten wir in der Turnhalle eine Kendo-Vorführung von Herrn Masaki und Frau Kirch. Anschließend durften die Schülerinnen und Schüler die traditionelle japanische Kampfkunst sogar selbst ausprobieren – ein Erlebnis, das für viel Begeisterung und Spaß sorgte.

Am Nachmittag besuchten wir das KWS Essen, wo sich die Gruppe interaktiv mit dem Thema Energie und Nachhaltigkeit auseinandersetzen konnte. Die KWS eG ist ein Fortbildungszentrum für Kraftwerksbetriebe und -technik, erneuerbare Energien und weitere Bereiche der Energietechnik. Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert von den vielen Mitmachstationen und der freundlichen Betreuung vor Ort.

Neben dem offiziellen Programm blieb viel Zeit für gemeinsame Freizeitaktivitäten mit den Gastfamilien. Ob gemeinsames Kochen, Eislaufen mit anderen Austauschfamilien oder lange Gespräche am Abend – überall entstanden persönliche Verbindungen. Viele berichteten, wie gut die Kommunikation funktionierte: auf Japanisch oder einfach mit Gesten und Lachen.

Der Abschied fiel schließlich allen schwer. Vor der Abreise trafen sich noch einmal alle zu einem Kuchen- und Kaffeebuffet in der Schule. In gemütlicher Atmosphäre wurde geredet, gelacht und auf die vergangenen Tage zurückgeblickt, bevor es zu emotionalen Verabschiedungen kam – nicht selten mit Tränen. In dieser kurzen Zeit waren echte Freundschaften entstanden, die sogar bis auf die andere Seite der Welt reichen.

Der Japan-Austausch 2026 war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung. Er hat nicht nur sprachliche Fähigkeiten gestärkt, sondern vor allem gezeigt, wie schnell Menschen unterschiedlicher Kulturen einander näherkommen können. Begegnungen wie diese fördern Offenheit, Verständnis und Freundschaft – Werte, die weit über die Schulzeit hinaus wirken.

Wir freuen uns schon jetzt auf den Gegenbesuch in Japan und danken allen Gastfamilien, Organisatorinnen und Organisatoren sowie den beteiligten Schülerinnen und Schülern für ihr großes Engagement.

(Theresa Brozy, Roj Mohammad, Elisa Wassiljew und Jennifer Schlegel)