Am ersten Tag der Lernferien ,,Demokratie vom Aussterben bedroht? – Protest, Rechtspopulismus und autoritäre Tendenzen” machte ich mich um 5 Uhr morgens auf den Weg und reiste mit meiner Freundin mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sodass wir um 10 Uhr in Bielefeld in Haus Neuland ankamen.

Ab Ferienbeginn finden an unserer Website umfangreiche Wartungsarbeiten statt – nach den Ferien soll sie dann wieder zuverlässig funktionieren.
Schüler*innen aus der Oberstufe helfen euch bei der Schlichtung/ Beilegung von Konflikten, indem sie mit euch ein Schlichtungsgespräch führen.
Nach einer Begrüßung im Haus Neuland und einer kurzen organisatorischen Einführung hatten wir die Gelegenheit, uns gegenseitig kennenzulernen. Im Austausch ging es darum, wer an der Woche teilnimmt und welche Erwartungen bestehen. Nach dem Mittagessen beschäftigten wir uns mit Teambildung und setzten uns mit dem Thema „Staat im Chaos“ auseinander. Nach dem Abendessen hatten wir Freizeit, in der uns einige Aktivitäten zur Verfügung standen.
Der Dienstag begann mit einem Überblick zu verschiedenen Regierungsformen. Der Schwerpunkt lag dabei auf Demokratie, Autokratie und Diktatur. Wir analysierten später Beispiele für Protest, Widerstand und Streik und arbeiteten heraus, welchen Einfluss solche Aktionen in der Geschichte hatten und was sie für die Gesellschaft bedeuten. Die Arbeitsergebnisse wurden als Teil des Wochenprojekts gesammelt.
Mittwoch stand das Thema Journalismus im Mittelpunkt. Im Workshop mit einer Referentin der Mobilen Beratung behandelten wir den Umgang mit Desinformation und Fake News. Wir besprachen, wie manipulative Nachrichten entstehen und verbreitet werden können. Außerdem diskutierten wir über die besondere Rolle von rechten Gruppen in digitalen Medien und bei Protesten. Dafür betrachteten wir Fallbeispiele und Situationen aus den sozialen Netzwerken.
Der Donnerstag war geprägt von Gesprächen zum Leben und Protest in autoritären Staaten, insbesondere in der DDR. Durch einen Zeitzeugenbericht, der uns über seine Erfahrung in der DDR berichtete, erfuhren wir, wie Meinungsäußerungen und Proteste unter schwierigen Bedingungen möglich waren. Außerdem wurde die Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Engagement deutlich und wir verglichen diese Erfahrungen mit heutigen autoritären Tendenzen.
Am Freitag setzten wir die Präsentation der Wochenprojekte um. Die im Laufe der Woche erarbeiteten Ergebnisse stellten wir vor und besprachen sie gemeinsam. Nach dem abschließenden Mittagessen endete die Veranstaltung mit der Abreise.
Die Lernferien waren eine wertvolle Erfahrung, die mir zeigte, wie wichtig Demokratie und gesellschaftliches Engagement sind.
(Joud Kanawati, EF)