Musik trifft Deutsch – Wenn eine Klassenarbeit zum Kreativprojekt wird

Anderthalb Monate haben unsere Siebtklässlerinnen und Siebtklässler in einem fächerverbindenden Projekt an eigenen Werbespots zu einem ausgedachten Produkt gearbeitet – ein Projekt, in dem sie Gelerntes aus Musik und Deutsch in einem neuen Kontext selbstständig anwenden sollten…

Musik trifft Deutsch – ein fächerübergreifendes Projekt

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Ab Ferienbeginn finden an unserer Website umfangreiche Wartungsarbeiten statt – nach den Ferien soll sie dann wieder zuverlässig funktionieren.

Streitschlichterinnen 26/27

Schüler*innen aus der Oberstufe helfen euch bei der Schlichtung/ Beilegung von Konflikten, indem sie mit euch ein Schlichtungsgespräch führen.

Tanzabend

am 4. Oktober um 16 Uhr

Ganz nach dem Motto, dass Lernen Spaß machen und Selbstständigkeit fördern soll, haben unsere Schülerinnen und Schüler von der ersten Idee über das Storyboard bis hin zur musikalischen Gestaltung alles selbst geplant und umgesetzt. Dabei beschäftigten sie sich intensiv mit Fragen der Zielgruppe, entwickelten eingängige Slogans, verfassten Sprechertexte und komponierten Audiologos, Jingles und Hintergrundmusik. Schritt für Schritt entstand so ein Werbespot, der Kreativität und fachliche Anforderungen beider Fächer miteinander verknüpfte.

Höhepunkt war der eigentliche Prüfungstag, der in einem fiktiven Setting stattfand. In ihrer Rolle als Mitarbeitende einer Werbeagentur präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihren Werbespot bei einem inszenierten „Pitch-Meeting“ der Klasse (sogar für Loungemusik in den Pausen war gesorgt) – inklusive fachlicher Begründung ihrer gestalterischen und sprachlichen Entscheidungen. Die Beobachtenden schlüpften in die Rolle von Mitarbeitenden eines Großunternehmens, das – ganz wie im echten Geschäftsleben – einen ausgesprochen lukrativen Auftrag zu vergeben hatte.

Doch welche Agentur bekam nun den Auftrag? Um innerhalb dieses Szenarios gemeinsam zu einer Entscheidung zu kommen, wurde diese Frage – wie es sich für ein modernes Unternehmen gehört – mit einem digitalen Tool ausgewertet. Zur Abkühlung nach einem spannenden Meeting-Tag gab es Eis.

Ziel dieses Projektes war es, Kreativität und den Erwerb von Fachwissen Hand in Hand gehen zu lassen und das Gelernte ohne eine klassische Prüfungssituation zu überprüfen. In der lockeren und zugleich konzentrierten Arbeitsatmosphäre des Szenarios ergaben sich Leistung und Bewertung fast nebenbei: Die Schülerinnen und Schüler waren präsent, strukturierten den Prozess selbstständig und würdigten die Ergebnisse – traten jedoch so zurückhaltend auf, dass sie den kreativen Flow unserer „Kandidatinnen und Kandidaten“ nicht beeinflussten.

Auf diese Weise konnten die Klassen 7a und 7b eindrucksvoll ihr Können zeigen, ohne dass die Benotung im Mittelpunkt stand oder Druck erzeugte. Die sehr positiven Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler bestärken uns darin, diesen Weg weiterzugehen. Viele betonten, wie motivierend es war, Verantwortung für ein eigenes Produkt zu übernehmen, im Team zu arbeiten und am Ende ein sichtbares Ergebnis präsentieren zu können.

Für uns als Lehrkräfte war es auch neu, dass sich Schülerinnen und Schüler für die Durchführung einer Prüfung bedanken. Diese Erfahrungen nehmen wir als Impuls für unsere weitere Arbeit: Wir möchten weiterhin nach Möglichkeiten für fächerverbindende Projekte Ausschau halten, versuchen, alternative Prüfungsformate auszubauen und Lerngelegenheiten schaffen, in denen Kreativität, Fachwissen und Selbstständigkeit zusammenfinden.

(Saskia Malan und Tobias Alda)