15. August 2025

Lernferien NRW „Demokratie vom Aussterben bedroht?“

Ist die Demokratie vom Aussterben bedroht?

Eine Frage und ein Thema, das immer relevanter wird. Im Rahmen der LernFerien NRW durfte ich in der 5. Ferienwoche nach Bielefeld reisen und mich mit 17 weiteren Schülerinnen und Schülern von anderen Schulen aus NRW mit dieser Frage auseinandersetzen.

Lernferien NRW

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Am Montag ging die Reise los. Nachdem ich mir während der Fahrt den bereitgestellten Wochenplan angeschaut hatte, kam ich gegen 10 Uhr in Bielefeld an. Nach kurzer Organisation wurden kleine Kennenlernspiele gemacht, sodass das Eis zwischen den Teilnehmenden schnell gebrochen war. Anschließend ging es nach einer Stärkung und der Zimmerverteilung mit dem ersten großen Spiel „Staat im Chaos“ los. Zusammen wurden eifrig Aufgaben der Teamer gelöst. Zum Abschluss des ersten Seminartages wurde in kleinen Gruppen ein Wochenprojekt ausgesucht, an dem in der ganzen Woche gearbeitet wurde. Am Abend haben sich alle nochmal versammelt, um einige Runden Werwolf zu spielen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Am Dienstagmorgen trafen sich alle nach einem ausgiebigen Frühstück im Seminarraum, um zunächst Unterschiede zwischen Autokratie, Diktatur und Demokratie zu erklären. Bei einem Blick auf die Weltkarte fiel vielen auf, wie viele Länder tatsächlich unter dem autoritären Staat leiden. Deshalb wurden im Folgenden Plakate über Proteste und Bewegungen der Geschichte gemacht, welche in einem Gallery Walk von den anderen Teilnehmenden angeschaut werden konnten. Abgeschlossen wurde der Seminartag mit dem Arbeiten am Wochenprojekt. Für einen würdigen Abschluss des Tages gab es erneut einige Runden Werwolf, bis wir schließlich nach draußen gegangen sind, um uns die Sternschnuppen anzuschauen.

Am Mittwoch war der erste Workshop. In diesem ist Christina Brause, die eine Investigativ-Datenjournalistin ist, zu uns gekommen, um mit uns über die Polarisierung in Medien zu sprechen. Dabei hat sie genau erläutert, vor welchen Herausforderungen die Journalistin in der heutigen Zeit durch Künstliche Intelligenz (KI) steht und wie gefährlich es ist, nicht zu hinterfragen, ob eine Quelle real ist. Außerdem hat sie viel von ihrem Beruf erzählt und wie es der rechten Szene gelingt, so stark zu polarisieren, welche Strategien verwendet werden, um Schlagzeilen zu bekommen und was der Algorithmus alles mit uns und unserem Gehirn macht. Am Nachmittag hatten wir ein Zoom-Meeting mit Barbara Westhof, welche uns über Rechtsextremismus in den Sozialen Medien aufgeklärt hat. Nach einer kurzen Einführung wurde in Kleingruppen an Fallbeispielen gearbeitet. Zum Abschluss des Tages wurde neben Werwolf auch „Capture the Flag“ gespielt, weshalb wir noch einige Zeit auf dem Gelände von Haus Neuland unterwegs waren.

Am Donnerstag hat uns Alexander Richter-Kariger, ein Zeitzeuge aus der DDR, besucht. Er erklärte uns, wie es war in den DDR-Zeiten, wenn man nicht an die Propaganda glaubte und beschimpft und verfolgt wurde. Er machte uns klar, wie es ihm als Inhaftiertem ging, nachdem ihn die Stasi verhaftet hatte und er jahrelang kaum Kontakt zur Außenwelt hatte. Am Nachmittag ging es dann um das Thema Engagement und Ehrenamt. Wir sollten durch den Workshop von Fabian Bastius, der von der Organisation Hawar kam, herausfinden, ob wir nicht selbst mehr tun können, als wir gerade denken. Deshalb haben wir mit ihm zunächst über aktuelle Probleme in der heutigen Politik und Gesellschaft gesprochen und darüber, welche aktuellen Themen zu wenig angesprochen werden. Besonders interessant war dann, dass wir im Folgenden innerhalb von 10 Minuten eine ganz eigene Kampagne gründen sollten, die ein Thema, das für uns wichtig ist, integriert. Das hat uns allen gezeigt, dass wir alle viel mehr machen können und uns auch gegenseitig helfen können, denn manchmal reichen auch 10 Minuten für eine Idee, die vielen hilft. Nach dem Workshop wurde am Abend zusammen Karaoke gesungen und ein letztes Mal Werwolf gespielt.

Am Freitag, dem letzten Tag der Lernferien, wurde noch ein letzter Feinschliff an den Wochenprojekten vorgenommen, bis es dann Showtime hieß. Alle Gruppen stellten ihre in der Woche erarbeiteten Ergebnisse vor. Es wurden Reportagen gezeigt, Live-Podcasts vorgeführt, Präsentationen erstellt und sogar ein Social-Media-Profil über ein Thema aufgebaut. Insgesamt sind alle Projekte wirklich gut gelungen und nicht nur die Projekte, sondern die ganze Woche war ein voller Erfolg mit viel Spaß und neuen Sachen, die man gelernt hat.

Lernferien NRW
Lernferien NRW

Leider hieß dann aber auch schon Abschied nehmen voneinander, was sehr traurig war, aber wir wussten, dass wir diese Woche nicht so schnell vergessen, weder die Inhalte noch die Menschen. Denn uns war allen klar, was die Lernferien alles Tolles können und dass wir es unbedingt wieder machen würden, denn man lernt nicht nur Spannendes, sondern hat auch noch eine tolle Zeit dabei.

(Adriana Fasel, Q1)