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Japan-Austausch

Vom 8.1.2024 bis 10.1.2024 kamen 12 Japanerinnen und Japaner der Asaka High School aus Koriyama im Rahmen des Japanaustausches an unsere Schule.

Japanaustausch 2024

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Regelmäßig finden hier bei uns an der Schule individuelle Beratungen unserer Schülerinnen und Schüler durch die Agentur für Arbeit statt – Studienempfehlungen, Schulformwechsel, Ausbildungs-Alternativen sind wichtige Themen, zu denen objektive Hilfen angeboten werden können.

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Sind Ihnen/Euch noch „Kinderkrankheiten“ aufgefallen?

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Beim diesjährigen Schulradeln sind wir momentan auf dem dritten Platz unter allen Essener Schulen – der Abstand zu Platz vier wird jedoch gerade geringer…

Daher möchte ich nochmals um Ihre/eure Unterstützung bitten…

Im Vorfeld hatten wir, die 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Japan-AG, eine Videobotschaft an die japanische Schule geschickt und uns schon mithilfe von Social-Media-Plattformen kennengelernt.

Der Montag begann für uns etwas früher als sonst und wir waren alle um circa 7:30 Uhr an der Schule, um letzte Dinge vorzubereiten, bevor die Japanerinnen und Japaner kamen. Gegen 7:40 Uhr konnten wir unsere Gäste in Empfang nehmen. Diese waren mit Koffern und Taschen bepackt, die teilweise dann von den Eltern mitgenommen wurden oder in der Schule für den Tag gelagert wurden.

Wir starteten mit Kennenlernspielen und merkten schnell, dass unsere Unterschiede keine Probleme für uns waren und wir uns gut verständigen konnten. Die Sprache war zudem auch kein Problem und wir konnten uns gut und problemlos auf Englisch unterhalten. Langsam wurde die Atmosphäre immer vertrauter und lockerer. Es war, als würden wir uns schon lange kennen.

Nach den Kennenlernspielen machten wir uns auf den Weg ins Rathaus, wo die vertretende Bürgermeisterin Frau Julia Jakob uns begrüßte und ein paar Worte sprach. Wir wurden ausgestattet mit Schlüsselbändern der Stadt Essen und hatten vom Rathaus einen großartigen Blick über ganz Essen.

Direkt danach ging es für uns alle in einen Bus, der mit uns eine geführte Stadtrundfahrt machte. Ein Guide erklärte uns viel über Essen und seine Geschichte, natürlich auf Englisch. Somit lernten die Japanerinnen und Japaner und auch wir viel über unsere Stadt und ihrer Bewohner.

Die Rundfahrt endete an der Schule und wir machten uns auf den Weg in unseren Computerraum, wo schon jemand von der Junior Universität Essen auf uns wartete. Wir lernten den Calliope kennen, einen kleinen Computer, den man nach Belieben programmieren kann. Wir durften uns direkt selbst ausprobieren. Manche Gruppen programmierten ein Smart Light, das Energie spart, andere einen Mülleimer, der beim Mülltrennen hilft. Nach einem interessanten und lehrreichen Workshop war das Schulprogramm vorbei und der Rest des Tages stand zu unserer freien Verfügung.

Dienstag ging es früh weiter. Um 8 Uhr hatten wir einen Rundgang durch die Schule, um den Gästen unsere Schule zu zeigen. Dabei wurden wir von den japanisch lernenden Schülerinnen und Schülern der Klasse 9 unterstützt, um es für die Japanerinnen und Japanern leichter zu machen. Missverständnisse konnten jedoch nicht verhindert werden, was aber keine Probleme machte und für lustige Momente sorgte. Die Schülerinnen und Schüler, die Japanisch lernen, haben es super gemacht und unseren Gästen ein Stück Heimat geschenkt.

Danach wollten wir den Japanerinnen und Japanern einen Einblick in unseren Unterricht geben. In der zweiten und dritten Stunde haben Sie also mit uns am Unterricht teilgenommen. In einigen Fächern war es für unsere Gäste aufgrund der Sprachbarrieren etwas schwer zu folgen. Der Ablauf des Unterrichts jedoch schien den meisten sehr zu gefallen.

Nach der dritten Stunde war der Unterricht für uns auch wieder vorbei und wir trafen uns an der Bushaltestelle wieder, um in die Innenstadt zu fahren, denn dort wollten wir unseren Gästen auch die deutsche Küche näherbringen. Zum Mittagessen waren wir also bei Böckels Beste und haben dort Currywurst gegessen. Bevor wir zu unserem nächsten Ziel aufbrechen mussten, hatten wir noch etwas Zeit und waren daher noch in der Rathaus Galerie und Umgebung shoppen. Denn viele der japanischen Schülerinnen und Schüler wollten auch noch Souvenirs kaufen.

Danach sind wir mit der Bahn zu unserer letzten Aktivität für den Tag aufgebrochen, nämlich zur Zeche Zollverein. Dort hatten wir eine Führung über den Strukturwandel der Zeche in den letzten Jahrzehnten. Die Führung startete im Ruhrmuseum und von dort aus sind wir auch übers Gelände der Zeche gegangen. Unser Guide hat uns dabei auch viel über die frühere Situation der Arbeiter erzählt. Viele Hallen auf dem Zechengelände sind jedoch nicht auf dem neuesten Stand, weswegen wir der Kälte häufig ausgesetzt waren. Die Hokkario (Taschenwärmer), welche die Japaner mitgebracht hatten, haben uns dagegen sehr geholfen. Zum Schluss waren wir noch im Shop der Zeche, bevor wir entweder mit den Lehrkräften zurück zur Schule gefahren sind oder abgeholt wurden. Damit war auch das Programm für diesen Tag beendet und der Nachmittag stand zu unserer freien Verfügung.

Am Mittwoch trafen wir uns zur ersten Stunde, um 7:45 Uhr, an der Schule, sodass die japanischen Schülerinnen und Schüler an dem Japanischunterricht unserer Schule teilnehmen konnten. Denn für die jetzigen neunten Klassen wird dieses Schuljahr zum ersten Mal an unserer Schule Japanischunterricht im Rahmen der Mittelstufendifferenzierung angeboten. Die deutschen Schülerinnen und Schüler bekamen die Möglichkeit, sich mit den Japanerinnen und Japanern zu unterhalten und Erfahrung aus erster Hand zu sammeln. Nach Ende der Unterrichtsstunde machten wir noch ein gemeinsames Foto. Dann gab es auch schon ein „klassisches deutsches Frühstück“ mit Broten, Brötchen und Belag, sowie auch Waffeln, welches wir selbst vorbereiteten. Gestärkt ging es dann weiter.

Nachdem wir nun alle das Frühstücksbuffet genossen hatten, ging es direkt weiter mit dem nächsten Programmpunkt. Dieser war besonders interessant für uns, denn die Austauschschülerinnen und -schüler erzählten mehr von Japan, ihrer Schule, der besonderen Architektur und Kultur. Untermalt haben sie es mit Fotos und Videos, die sie mitgebracht hatten, während einige von ihnen die Präsentation abhielten, haben die anderen typische japanische Misosuppe und traditionelle Ramen vorbereitet, die wir probieren durften. Es war schön, mehr über die japanische Kultur zu erfahren und auch das Essen probieren zu dürfen.

Aber leider rückte der Abschied immer näher. Kurze Zeit später saßen wir alle in der Aula und das Orchester spielte das japanische Lied „Sankyuu“, was die meisten auch kannten. Nach der Vorführung hatten wir noch 15 Minuten, bis der Bus kam, der die Japaner zum Flughafen bringen sollte. Diese Zeit haben wir noch einmal genutzt, um so viele Nummern wie möglich auszutauschen und um Fotos zu machen. Als wir schließlich auf der Wiese standen, um dann noch dem abfahrenden Bus hinterherzu winken, konnten einige von beiden Seiten her die Tränen nicht mehr zurückhalten.

Wir haben uns in dieser kurzen Zeit sehr gut verstanden und Freundschaften aufgebaut, sodass wir hoffen, dass wir auch nach Japan fliegen, um so viele wie möglich wiederzusehen.

Ioanna Karamitsos, Hannah Guntermann und Adriana Fasel